Die verlorene Ehre der Katharina Blum von Heinrich Böll

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Informationen zum Autor – Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Heinrich Böll

  • 1917 in Köln geboren
  • lernt Buchhändler
  • beginnt Germanistik und alte Philologie zu studieren
  • 1939 bis 1945 hat er Kriegsdienst in Polen, Frankreich und der Sowjetunion als Infanterist
  • er ist kurz in amerikanischer und englischer Kriegsgefangenschaft
  • Aufenthalt in Irrland
  • Aufenthalt in Prag während des sowjetischen Truppeneinmarsch
  • 1972 erhält er den Nobelpreis für Literatur in Stockholm
  • stirbt 1985

zeitgeschichtlicher Hintergrund – Die verlorene Ehre der Katharina Blum

  • Anfang der 70iger-Jahre gibt es in der Bundesrepublik Deutschland innenpolitische Probleme.
    • Die Bevölkerung will die Wirtschaft wieder in Schwung bringen
    • Es kommt zur Koalition zwischen CDU und SPD welche zusammen 90 % aller Wahlerstimmen haben.
    • Die 3. Partei, die FDP ist die Opposition.
    • Die Koalition arbeitet erfolgreich und es gibt Gesetze zur Förderung von Stabilität und Wachstum.
  • Ab 1967 nehmen die Unruhen zu.
    • Die Studenten Demonstrieren gegen das vernachlässigte Bildungssystem und gegen den Kriegseinsatz der USA im Vietnam.
    • Als der Schah Berlin besucht wird von der Polizei ein Demonstrant erschossen
      • Unruhen steigen
  • Die Proteste Richten sich auch gegen das Verlagshaus Axel Springer (bild) der damals 7 Zeitungen heraus gab.
  • Nach einem Anschlag auf den Studentenführer kommt es zu Straßenkämpfen, Demonstrationen und Blockaden der Gebäude der Springerpresse.
    • Die Studenten bilden zusammen mit anderen Gruppen die außenparlamentarische Opposition – APO
  • 1969 kommt das Ende für die Große Koalition und für das APO.
  • In den folgenden Jahren kam es zu Brand und Sprengstoffanschlägen gegen Vertreter der Justiz, gegen Einrichtungen der US-Armee und gegen den Springer Verlag und Banküberfälle von den Terroristen.
    • Terroristengruppe z.B.: RAF – Rote Armee Fraktion.
    • 1972 werden die Anführer dieser linksradikalen Gruppe verhaftet.

Entstehung und Quellen – Die verlorene Ehre der Katharina Blum

  • Bölls Haltung zur Regierung und zur Gesellschaft wird Ende der 60iger Jahre kritischer.
  • Er stellt sich auf die Seite der Studenten und ist gegen die „Große Koalition“. Er wird von der Presse für sein politisches Engagement heftig angegriffen.
  • Nach einem Bankraub schrieb die Bildzeitung RAF mordet weiter obwohl es nicht bewiesen war.
  • Er protestiert gegen die Presse, weil sie Vermutungen wie Tatsachen darstellt.
  • Er wird mit seinen Aussagen aber missverstanden und deshalb der Unterstützung des linksradikalen Terrorismus verdächtigt.
  • der Festnahme der RAF-Spitzen wurde auch sein Landhaus durchsucht.
  • Am SPD-Parteitag kritisiert er das Interessengeflecht von Presse, Wirtschaft und Politik.
  • Auch Bölls Sohn wurde verdächtigt und die Springerpresse berichtet schon vor der Hausdurchsuchung vom Vorfall.
  • Dies ließ auf eine Verbindung von der Springerpresse mit der Polizei schließen.
  • Dieses Ereignis war wahrscheinlich der direkte Anstoß für Böll Die verlorene Ehre der Katharina Blum zu verfassen.
  • Er schrieb es in wenigen Wochen im Februar. Ende Juli 1974 veröffentlicht er die Erzählung in 4 folgen im Spiegel.
  • Die Thematik ist durch den Spiegel-Artikel „Will Neuhof Gnade oder freies Geleit?“ (Bölls Antwort auf den Bankraubartikel in der Bildzeitung) und seine Auswirkungen, durch das Geschehen um Professor Brückner (wurde vom dienst suspendiert, da er in den Medien heftig angegriffen wurde) und durch die persönlich spürbaren Folgen der Terrorismusbekämpfung für Bölls Familie entstanden.

Charakteristik – Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Katharina Blum

Zu Beginn ist Sie eine junge, anständige Frau.

A

Charakter Katharinas aufgrund von „Selbstaussagen“

  • Am 2. März 1947 in Gemmelsbroich geboren.
  • Ihr Vater stirbt früh, an den Folgen einer Kriegsverletzung die sich durch die Arbeit im Bergwerk verschlimmert hat.
  • Sie muss ihrer Mutter, die als Putzfrau tätig ist, schon früh im Haushalt helfen.
  • Sie ist sehr fleißig und hilft bei der Feldarbeit und in anderen Haushalten.
  • Sie ist auch in der Schule sehr gut.
  • Nach der Schule arbeitet sie in einer Metzgerei, dann in einem Kindergarten und später bei einem Mediziner.
    • Dieser stellt ihr nach und deshalb kündigt sie weil sie dass nicht mag.
  • Sie heiraten den Textilarbeiter Wilhelm Brettloh, mit dem sie nie glücklich ist, da er nie zärtlich sondern nur zudringlich gewesen ist.
  • Die Missglückte Ehe fördert ihre Selbstständigkeit.
  • Nach dem sie schuldig geschieden ist geht sie nach Köln zu ihrer Tante.
  • Sie wird Hausgehilfin beim Wirtschaftsprüfer Dr. Fehnern.
  • Nebenbei besucht sie Abendkurse und bildet sich zur Staatlich geprüften Wirtschafterin weiter.
    • Ihr Chef wird wegen Steuerbetrugs verhaftet.
    • Sie findet neue Arbeitgeber.
    • Sie macht nie Urlaub, sondern hilft im Saisongeschäft aus und übernimmt Neben- und Aushilfstätigkeiten.
      • So ist es ihr möglich nicht mehr als Angestellte, sondern als freiberufliche Haushälterin bei Blornas tätig zu sein.
  • Sie lebt sehr sparsam und braucht für sich selbst nur wenig.
    • So ist es ihr möglich durch die Vermittlung von Blornas eine Eigentumswohnung zu kaufen.
    • Das bedeutet für sie Unabhängigkeit, Sicherheit und ihr 1. eigenes Zuhause, das sie mit niemanden Teilen muss, keinem Dienstger, nicht mit der Familie…
  • Auch die Gäste bei den Parties der Blornas treten ihr manchmal zu nahe, aber sie ist auf sie angewiesen, da sie jeden Abend nach Hause gebracht werden muss.
    • Deshalb kauft sie sich so schnell wie möglich ein Auto einen gebrauchten VW.
    • So sieht sie auch andere Länder wie Belgien und die Niederlande an den freien tagen.
      • Dass sie in der Freizeit Auto fährt bleibt unklar.
  • Es wirkt als wolle sie freie Zeit vermeiden und nimmt deshalb gerne und häufig Nebentätigkeiten an z.B.: 1-2 h tägliche Hausarbeit bei Hiepertz nach ihrer Arbeit bei den Blornas.
  • Wenn es ums Geld geht ist sie sehr genau, sie schreibt jede Ausgabe auf und unterstützt ihre Mutter und ihren Bruder und macht die Grabpflege des Vaters.
    • So lässt sie ihre nicht geliebte Familie an ihrem Wohlstand teilhaben.
  • An Männern ist sie nicht interessiert.
    • Eine Ausnahme bildet nur Ludwig Götten, über den sie sagt:
      • „Mein Gott, er war es eben, der da kommen soll,… Sie verliebt sich auf den 1. Blick und nimmt ihn sofort mit in die Wohnung und verhilft ihm zur Flucht.
  • Die Vernehmung nach dem stürmen ihrer Wohnung lässt sie nahe zu unberührt. Sie beantwortet alle Fragen so lange sie nicht ihre Intimsphäre betreffen, aber wie sie Götten zur Flucht verhalf und wo sein Aufenthaltsort ist sag sie nicht. Sie schwiegt wie eine Braut, die das Recht auf Aussageverweigerung hat. Das wird von der Polizei nicht anerkannt und sie wird zur Räuberbraut.
  • Am Ende als Götter gefasst ist, sucht sie den Konflikt mit dem Zeitungsreporter Tötges,
    • sie sagte:“ der mein Leben zerstört hat“
  • Sie geht planvoll vor.
    • Zuerst geht sie zum Journalistenlokal, wo er nicht ist.
    • Dann fährt sie zu ihrer Wohnung wo sie sich treffen wollen .Tötges kommt.
    • Sie entsichert zuvor die Pistole und platziert sich griffbereit in ihrer Handtasche.
    • Tötges will etwas von ihr und sie verwendet die Pistole zur Notwehr.
      • Wie oft sie geschossen hat weiß sie nicht, obwohl sie sonst so genau ist.
    • Sie flieht ins Karnevalstreiben, was ihr nicht gelingt.
      • stellt sich der Polizei.

B

Charakter Katharinas aufgrund von Aussagen ihrer Freunde

  • Ihre Freundschaften zu Konrad Beiters und der „Tante“ Else Woltersheim kennt sie seit klein auf, aber intensiven Kontakt hat sie erst seit dem Besuch der Hauswirtschaftsschule in Kuir.
    • Sie beschreibt sie als beruflich über jeden Zweifel erhaben und als organisatorisch, kalkulatorisch und auch was die ästhetische Seite betrifft, auf beste gebildet und ausgebildet.
    • Sie kennt ihr Privatleben über die Herrenbesuche, aber die langen Autofahrten hat sie ihr verheimlicht.
    • Sie erkennt wie die Vernehmung und die Zeitung Katharina zerstören.
      • Sie und Konrad Beiters sind Zeugen als Katharina als Ausdruck ihrer Aggressivität ihre Wohnung zerstört.
  • Katharina hat Angst vor den anonymen Telefonanrufen und der Post.
    • Sie sucht einerseits Schutz bei ihrer Tante andererseits will sie wissen was man über sie schreibt.
    • Ihre Tante kennt ihr altes unglückliches Leben, trotzdem ist sie getroffen als ihre Mutter stirbt.
  • Katharinas Arbeitgeber beschreiben sie als ruhig, kühl, planvoll, freundlich, hilfsbereit, klug, ordentlich.
  • Trude Blorna beschreibt sie als treu und stolz.
    • Blorna findet sie einmalig nett, nicht leichtfertig und doch liebesfähig, ernst und doch jung und so hübsch.
  • Bestürzt sehen ihre Freunde die Veränderung seit Weiberfastnacht an ihr und versuchen ihr zu helfen.
    • Außer bei formellen Dingen wie den Rechtsbestand und der Treuhänderschaft durch Blorna lehnt sie Hilfe ab.
  • Sie zeigt keine Reue.
    • Sie ist eine vorbildliche Gefangene bei der Anerkennung der Rechtmäßigkeit ihrer Haft.
    • Sie ist vor Prozessbeginn mit ihrer Umwelt versöhnt und kalkuliert auf dieser Grundlage ein ferne Zukunft

C

Charakter Katharinas aufgrund der Darstellung der Zeitung

  • In der Zeitung wird sie völlig anders dargestellt.
    • Sie wird als „Räuberliebchen und Geliebte und Mörderbraut“ bezeichnet.
    • Ihr Linksradikalität erklärt die Zeitung durch eine Art Sippenhaft und Erbkrankheit
      • (denn der Pfarrer unterstellt, ihr Vater sei ein verkappter Kommunist).
    • Ihr Ehemann meint, dass so falsche Vorstellungen von Sozialismus enden. Er beschreibt sie als radikal und kirchenfeindlich.
    • Die Zeitung glaubt ihre Wohnung sei Bandentreff, Waffenumschlagplatz, sie handle im Auftrag einer Linkstruppe.
  • Frau Dr. Blornas Vergangenheit als „rote Trude“ der Studentenzeit wird hervorgekramt.
  • Details der Vernehmung werden verdreht und veröffentlicht:
    • Ihr Autofahrer soll dem Ausfindig machen geeigneter Orte dienen und Geheimnisvolles vorbereiten.
    • Sie soll den Tod ihrer Mutter verursacht haben – eiskalt und berechnend.
    • Ihre Arbeitgeber hat sie getäuscht,
      • aufgrund ihrer nuttigen Art musst sie entlassen werden.
  • Die Zeitung beschreibt sie als planvoll, skrupellos, nützt andere aus um mit Waffengewalt und Sex ihre linksradikalen Ziele durchzusetzen, sie schreckt vor nichts zurück.
 
 
 
 
 

Charakteristik Dr. Hubert Borna

  • Er und seine Frau sind Katharinas Arbeitgeber.
  • Er verehrt sie.
  • Er behandelt sie mehr als Freundin wie als Hausangestellte.
  • Er hilft ihr bei Finanziellen fragen (Wohnung) und gibt ihr einen Privatkredit über DM 30.00,-.
    • Sein Büro macht ihre Steuererklärung.
  • Er ist ihr dankbar, dass sie das Haushaltschaos beendet hat, welches die 2 Akademiker nicht in Griff bekamen.
  • Sie brechen ihren Urlaub ab um Katharina bei zu stehen.
  • Er will sie vom Tötges-Interview abbringen, das gelingt ihm aber nicht.
  • Er glaubt, das am Sonntag morgen alles vorbei sei.
  • Er wollte einen Molotow-cocktail brauen aber seine Frau kann ihn davon abbringe.
  • Er übernimmt Katharinas Verteidigung und auch Ludwig Göttens.
  • Er kümmert sich als Vermögensverwalter um Katharinas Wohnung.
    • Das hat schlechte Folgen für ihn, es werden ihm die lukrativen Aufträge entzogen.
  • Die Zeitung beschreibt ihn als: kein provinzieller, sondern durch und durch weltläufiger Mensch, der das Leben, reisen und Luxus liebt.
  • Er verändert sich stark: finanziell hat er große Einbußen, er bekommt Magenschmerzen und vernachlässigt sich.
  • Früher war er ein lebenslustiger Gastgeber von beliebten Partys.

 

Trude Blorna

  • Sie ist eine Realistin.
  • Sie ist Architektin und verhalf Katharina zu einer Eigentumswohnung.
  • Sie steht ihr freundschaftlich vertraut gegenüber.
  • Sie verrechnet ihr ihre Verpflegung nicht und gibt ihr häufig Lebensmittel.
  • Sie erklärt ihr wie das Versorgungssystem ihrer Wohnung funktioniert, so kann sie Götten zur Flucht verhelfen.
  • Sie erkennt als 1. die Ausmaße der Ereignisse.
    • Sie sagt, dass es nie mehr so sein wird und dass sie das Mädchen fertig machen.
    • Sie nennt die Zeitung „Pest“.
      • Sie ist bekannt für eine scharfe Zunge.
  • Sie war früher als „rote Trude bekannt“.
  • Sie bemerkt das 2 Bekannte hinter ihrem Rücken gegen sie handeln und deshalb ruft sie bei einem der beiden an und beschimpft ihn als Schwein und Ferkel.
  • Ihr Arbeitgeber prozessiert gegen sie deshalb sucht sie sich eine neue Stelle.
  • Sie kommt mit den Leuten ihrer Gesellschaftsschicht nicht mehr aus, aber es gelingt ihr nicht eine Arbeit zu finden wo sie nichts mit ihnen zu tun hat.

 

Charakteristik Else Woltersheim

  • Sie ist die Patentante, Freundin und Vertraute.
  • Else ist als uneheliches Kind einer Arbeiterin 1930 in Kuir geboren worden.
  • Ihre Mutter lebt in der DDR, ihr Vater ist 1932 in der Sowjetunion verschollen.
  • Sie ist zum Zeitpunkt des Geschehens 44 Jahre alt, unverheiratet und als Wirtschafterin im Prüfungsausschuss der Handwerkskammer tätig.
  • Sie unterstützt Katharina auch finanzielle und an der Hauswirtschaftsschule wo Else als Ausbilderin arbeitete und Katharina Schülerin war.
  • Sie ist mit Konrad Beiters befreundet, ihre Beziehung festigt sich während des Geschehens. Er kann etwas für Katharinas Mutter tun da er zur Zeit der NS-Herrschaft Nazi war und politischer Leiter in Kuir.
    • Durch ihn kommt Katharina in den Besitz der Waffe.
  • Sie ist sehr selbstbewusst und spricht Katharina direkt auf die von ihr begangene Strafvereitelung an, sie beschwert sich bei der Polizei, dass sie Vernehmungsdetails an die Presse weiter gehen und verbittet die Belehrung durch einen jüngeren Mann.
    • Dabei bleibt sie ruhig und behält Haltung, sie zeigt kaum Emotionen, dadurch wirkt ihr Auftreten.
  • Der Untersuchungsbehörde (WB) gegenüber verhält sie sich „feindselig“.
    • Sie redet sehr viel und lässt die Vertreter der UB kaum zu Wort kommen
  • Sie glaubt sie weiß alles über Katharinas leben, dabei hat sie keine Ahnung von ihren Autofahrten.
  • Beim Tod von Katharinas Mutter sieht sie sie zum 1. Mal weinen.
  • Sie kann Katharina nicht davon abhalten die Anonyme Post und die Zeitungsausgaben zu lesen.
  • Sie wird verbittert und macht die oberen 10 000 dafür verantwortlich, dass sie keinen Einfluss auf das Geschehen hat.
  • Das führt bei ihr zu Gewaltgedanken gegenüber der Partygesellschaft, welche nicht einmal Konrad Beiters mildern kann.

 

Stil und Sprache – Die verlorene Ehre der Katharina Blum

A

Die Sprache des Erzählers

  • Zu Beginn wirkt er als neutraler Berichterstatter.
  • Er sagt der Text ist ein Bericht der auf Grund von erfundenen Quellen wie eine nachprüfbare Niederschrift wirkt.
  • Die Bemerkung über die nicht gestellte Frage hat nichts mit objektiver Berichterstattung zu tun, es handelt sich statt dessen um einen subjektiven Kommentar.
  • Der Erzähler tritt auch mit „wir und „man“ auf.
  • Er erweckt den Anschein, als könne er als Außenstehender nicht aktiv in das Geschehen eingreifen.
    • So entsteht beim Leser die Vorstellung, dass es sich u tatsächlich Geschehenes handelt.
  • Der subjektive Anteil des Erzähler kommt im 5. Kapitel zur Wirtschaftlichkeit des Karnevals aus der Sicht des Karnevalsfunktionärs und im 41. Kapitel bei der Telefonüberwachung deutlich.

B

Die Sprache der Zeitung

  • Böll erweckt den Anschein, als wären in den Zeitungsartikeln nur direkte Zitate.
  • Die Sprache ist ähnlich wie die der Boulevardpresse.

 

Sprache Allgemein

  • Er verwendet Schlagwörter
    • z..B.: Räuberliebchen oder Mörderbraut
  • Spekulationen stehen im Konjunktiv
    • z.B.: Aufstellen von Behauptungen:
      • Der Bandit hätte verhaftet werden können
  • Herabsetzung der Frau durch einen bestimmten Artikel
    • Verachtung z.B.: Die Blum
  • Er baut Rhetorische Fragen ein.
  • Es gibt viele Wiederholungen die die Fakten wieder im Gedächtnis rufen sollen.

Namen – Die verlorene Ehre der Katharina Blum

  • Die Ortnamen Gemmelsbroich, Oftersvroich und Kur sind frei erfunden
  • Eine Anspielung ist auch das Journalistenlokals „Zur Goldente“
    • „Ente“ – eine falsche Zeitungsmeldung
    • „Goldente“ – Wenn man mit falschen Berichten Gold = Geld macht, wie eben die hier angegriffene Zeitung.
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